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Hermann Will Will <newmediaSPAMFILTER@largeformat.de>

Drei neue Objektive mit RF-Bajonett kündigt Canon heute für den Spätsommer an. Gleichzeitigt informiert der japanische Kamerahersteller über die Entwicklung der professionellen spiegellosen Kamera EOS R3. Sie soll aufgrund Steuerung der Fokusfelder übers Auge professionelle Kameras in eine neue Leistungsklasse führen. Zielgruppe sind Professionals in der Sport- und Nachrichtenfotografie sowie Wildlife-Fotografen. Mit bis zu 30 Bildern je Sekunde sowie AF/AE-Nachführung und Augen, Kopf- und Körpererkennung und dem bahnbrechenden Eye-Control-Autofokus soll die R3 Maßstäbe setzen.

 Die Entwicklung der professionellen spiegellosen Kamera EOS R3 kann man durchaus als Zeitenwende verstehen, denn der zögerliche Einstige in den Markt der spiegellosen Kameras hat Canon viele Kunden gekostet. Doch offensichtlich hat Canon aus diesem Versäumnis, die Konsequenzen gezogen und versucht nun sich wieder an die technologische Spitze zu schieben. Die Ankündigung der EOS R3 soll offensichtlich helfen, die Profi-Anwender bei der Marke zu halten. Die Objektive, die aktuell vorgestellt wurden, sollen im August, beziehungsweise September in den Markt kommen. Schauen wir uns die Optiken an:

 

Das RF 100mm F2.8 L MACRO IS USM

Das RF 100mm F2.8 L MACRO IS USM ist äußerst vielseitig einsetzbar und ideal für Makro-, Stillleben- und Porträtfotografie. Das Vergrößerungsverhältnis von 1,4:1 wird durch die Innenfokussierung des Objektivs und das kurze Auflagemaß ermöglicht und erlaubt dadurch die Erfassung außergewöhnlicher Details im Nahbereich. Zusätzlich zu der außergewöhnlichen Vergrößerung zeichnet sich das neue Objektiv durch eine weitere Neuerung gegenüber der EF Version, dem EF 100mm f/2.8 L Macro IS USM, aus: ein variabler und einstellbarer Objektivring zur Steuerung der sphärischen Aberration. Damit lässt sich das Aussehen des Hintergrund- und Vordergrund-Bokehs verändern. Gleichzeitig kann ein Weichzeichner-Effekt auf dem Motiv erzeugt werden kann. Das RF 100mm F2.8 L MACRO IS USM verfügt über einen optischen Bildstabilisator für bis zu fünf Belichtungsstufen bzw. in Kombination an einer EOS R5 oder einer EOS R6 einen koordinierten IS für bis zu acht Belichtungsstufen (nach CIPA-Standard). Der Dual Nano USM AF sorgt für einen gleichmäßigen, präzisen und schnellen Autofokus, der nahezu geräuschlos arbeitet, während gleichzeitig das so genannte Focus-Breathing unterdrückt wird ‒ ideal für Filmaufnahmen und in der Postproduktion beim Focus Stacking. Das Canon RF 100mm F2.8 L MACRO IS USM wird 1.549 € kosten und soll Ende Juli 2021 in den Markt kommen.

 

RF 400mm F2.8 L IS USM und RF 600mm F4 L IS USM

 

Das RF 400mm F2.8 L IS USM und das RF 600mm F4 L IS USM bieten Superlative, die mit 12.999 € für das 400er und 13.999 für das 600er Objektiv auch bezahlt werden müssen. Beide Objektive sollen ab August verfügbar sein. So lässt sich Blende in 1/8-Stufen steuern, was bei Videoaufnahmen angebracht ist und der erweiterte optische Bildstabilisator verbessert die Bildchancen, denn bis zu 5,5 Belichtungsstufen werden kompensiert. Für einen noch schnelleren Autofokus in zukünftigen Kameras bieten die Objektive einen dualen Antrieb. Beide Objektive verfügen außerdem über drei manuelle Fokussiergeschwindigkeiten, die eine präzise Steuerung und einen vollständig manuellen Fokus erlauben ‒ so lassen sich auch Anpassungen vornehmen, ohne den Modus zu wechseln. Darüber hinaus können zwei Fokuseinstellungen im Voraus gespeichert werden. Das spart Zeit, wenn schnell reagiert werden muss und ermöglicht bei Videoaufnahmen schöne Pull-Fokus-Effekte. Der Fokusring kann bei einigen Modellen der EOS R Serie auch als Objektiv-Steuerring verwendet werden.
Dank der Verwendung von Fluorit- und Super-UD-Glas sowie ASC- und Super Spectra-Vergütung bietet das RF 400mm F2.8 L IS USM selbst bei maximaler Blendenöffnung von F2.8 über das gesamte Bildfeld eine außergewöhnliche Schärfe. Das RF 600mm F4 L IS USM überzeugt mit minimaler Verzeichnung und das Streulicht wird selbst bei der maximalen Blendenöffnung von F4 auf ein Minimum reduziert.

 

EOS R3 mit Stacked BSI CMOS-Sensor von Canon

Die EOS R3 ist die erste Kamera der EOS Familie, die mit dem völlig neuen und von Canon entwickelten Stacked BSI CMOS-Sensor im Vollformat ausgestattet ist. Kombiniert mit der Leistung des DIGIC X Bildprozessors sind mit der EOS R3 Highspeed-Reihenaufnahmen und Videos auf höchstem Niveau mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde und AF/AE-Nachführung. Bei Verwendung des elektronischen Verschlusses soll es nur minimale Bildverzerrungen geben, schreibt Canon.

Verfolgung von schnellen Bewegungen

Die EOS R3 wird einen Dual Pixel CMOS AF der nächsten Generation nutzen und erkennt nach Herstellerangaben selbst die Augen, Köpfe und Körper von Motiven, die sich mit hoher Geschwindigkeit bewegen, sodass die Quote der Fehlfokussierungen deutlich abnimmt. Darüber hinaus kündigt Canon eine bislang unter Geheimhaltung befindliche AF-Technologie an.

Eye-Control: AF-Steuerung mit dem Auge

In der EOS R3 soll erstmals die bahnbrechende Eye Control Funktion bieten und dadurch das Steuern des AF-Punkts mit dem Auge am Sucher ermöglichen. Dieses instinktiv bedienbare Feature stellt die natürlichste und schnellste Kontrolle über den Autofokus dar. Durch die Reduzierung der Zeit zum Fokussieren, die normalerweise mit einem Multi-Controller oder einer Taste erfolgt, ist diese Funktion perfekt für jene Momente, in denen das wichtigste Motiv im Bild schnell eingefangen werden soll. Sei es während einer Pressekonferenz oder beim Fotografieren eines Sport-Events. 

EOS-1D Serie stand beim Gehäusedesign Pate

Das von der EOS-1D Serie inspirierte Gehäuse der EOS R3 soll eine gewohnt intuitive Bedienung erlauben und der Staub- und Spritzwasserschutz höchsten Ansprüchen genügen. Für den Filetransfer ist die EOS R3 vollständig mit der Canon Mobile File Transfer App für Mobilgeräte kompatibel sein. Canon bringt im Juni die Version 1.2 der Mobile File Transfer App für iOS über den Apple App Store auf den Markt, die mit der Canon EOS-1D X Mark III, EOS R5 und EOS R6 kompatibel ist. Die Unterstützung für Android-Mobilgeräte kommt zu einem späteren Zeitpunkt. Wann die R3 am Markt erhältlich sein wird, ist ungewiss.

Unklar ist, wann die EOS R3 im Markt verkauft wird, auch über den Preis des Spitzenmodells gibt es noch keine Angaben

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