Drucken auf unbeschichteten Aquarellpapier

Die Papiermühlen von Canson, Hahnemühle oder Fabriano haben jahrhundertelang hochwertige Papiere für den künstlerischen Einsatz produziert, unter anderem solche für die Aquarellmalerei. Prinzipiell lassen sich unbeschichtete Aquarellpapiere auch mit FineArt-Druckern von Epson oder Canon bedrucken. Die fehlende Tintenempfangsschicht unbeschichteter Aquarellpapiere allerdings führt dazu, dass der einzelne Druckpunkt tiefer in den Papierfilz einsinkt und dabei das Gesamtbild einerseits nicht so hoch gesättigt erscheint und zweitens die Konturenschärfe leidet.

Bei maximalen Farbauftrag auf unbeschichteten Aquarellpapieren kann es zudem zu einem Aufquellen und Aufwölben des Papiers kommen und im Extremfall schleift der Druckkopf auf dem Medium. Wenn dies der Fall ist, hinterlässt der Druckkopf waagrechte Streifen auf dem noch nassen Papier.

Neuerdings hat Ilford als Beschichtungsspezialist eine Creativ Emulsion am Markt, die bestens dazu geeignet ist, Künstlerpapiere eigener Wahl, also auch Aquarellpapiere, selbst zu beschichten. Dabei muß man allerdings in Kauf nehmen, dass die Beschichtung durch den Feuchteauftrag auf dem Medium dazu führt, dass das ursprünglich glatte Papier quillt und sich verformt. Ein durch die Beschichtung verformtes Aquarellpapier muß vor dem Drucken sorgfältig geglättet werden, was mit einem Bügeleisen durchaus gelingt.

Eine Jahre zurück liegende Diskussion im FineArtPrinter-Forum ist für viele Anwender häufig noch immer aktuell, da die Frage immer wieder diskutiert wird, ob man mit einem FineArt-Drucker direkt auf unbeschichteten Medien drucken kann.