Lichtbeständigkeit

Die Widerstandsfähigkeit von Materie gegen eine Veränderung ihrer Eigenschaften unter der dauerhaften Einwirkung von Licht ohne direkten Einfluß der Witterung.

In der Digitalfotografie ist Lichtbeständigkeit ein wesentliches Kriterium für die Haltbarkeit von analogen Ausdrucken (=> Druck, => Print, => Fotopapierbelichter).

Die Lichtbeständigkeit ist von der Druckfarbe bzw. Druckertinte und der Art der Aufbewahrung und Präsentation abhängig. Letztlich geht es insgesamt um die Alterungsbeständigkeit. Deshalb haben Umweltbedingungen (Umgebungs- temperatur, Luftfeuchtigkeit, Ozongehalt) und die Materialeigenschaften des Mediums selbst und die zur Aufbewahrung verwendeten Materialien (Ausdünstung von Lösungsmitteln etc.) teils erheblichen Einfluss auf Farbbeständigkeit und mechanische Festigkeit. Im Extremfall können diese Einflüsse das Material des Ausgabemediums unbrauchbar machen (Verfärbung, Vergilbung, Rissbildung, Bruch, Zerbröselung).

Prüfverfahren für die mechanische Festigkeit und chemische Beständigkeit von Druck- und Printmedien sind international genormt (=> ISO), ebenso die Bedingungen für eine Zertifizierung der Alterungsbeständigkeit dieser Medien [=> Archivierbarkeit; => Museumsqualität].

Es gibt jedoch kein international genormtes Prüfverfahren für die Lichtbeständigkeit von Ausdrucken unter praxisnahen Bedingungen der Präsentation und Aufbewahrung in Innenräumen.

Als Quasi-Standard der Lichtbeständigkeit gelten die Prüfverfahren nach Henry Wilhelm, die branchenweit anerkannt sind. Dabei wird mit standardisierten Simulationsverfahren ermittelt, ab wann unter Einwirkung von starken Lichtquellen sichtbare Veränderungen von Farbe, Farbbalance und Graubalance auftreten. Aktualisierte Testergebnisse zur Lichtbeständigkeit auch von FineArt-Medien in Kombination mit den Tingten der führenden Unternehmen wie Epson und Canon sowie HP werden regelmäßig vom Testinstitut Wilhelm Imaging Research, Inc. veröffentlicht.

Siehe auch: => Alterungsbeständigkeit.