Farbseparation

Verfahren, mit dem Farbvorlagen für den Druck mit => Druckern oder => Druckmaschinen in Anteile der => Prozessfarben [=> CMYK] zerlegt (separiert) werden. Bei Druckern geschieht dies digital, entweder durch den Druckertreiber oder über ein => RIP sprich Rasterimageprozessor. In beiden Fällen ist die => Konvertierung von RGB nach CMYK automatisch mit eingeschlossen.

In der Zeitschriften- oder Prospektproduktion beispielsweise erfolgt die Anlieferung der Bilder meist im RGB-Farbraum. Bevor die Bilder jedoch in einem, für den Offsetdruck im CMYK-Farbraum aufgebautes Layout platziert werden, ist eine Farbseparation in den Ziel-Farbraum, also in den CMYK-Farbraum sinnvoll. Die Farbseparation eines RGB-Bildes in die Prozessfarben des Offsetdrucks verändert die Farbwiedergabe. Speziell Farben in der Nähe der Grauachse erscheinen häufig durch die unvermeidbare Hinzurechnung von Schwarzanteilen dann anders. Gesättigte Farben werden durch die Farbseparation meist leicht entsättigt. Eine visuelle Kontrolle nach der Farbseparation ist unverzichtbar. In Photoshop erfolgt die Farbseparation im Menue Bild/Modus/CMYK. Eine Farbseparation für den Offsetdruck reduziert den  Farbraum des ursprünglichen Bildes deutlich. Deshalb ist es sinnvoll, die farbseparierte Datei für den Offsetdruck unter anderem Namen zu speichern, denn hgöäufig wird die Ausgangsdatei noch für andere Zwecke wie Web oder Fineart-Printing im Ausgangsfarbraum sRGB oder Adobe RGB benötigt. Eine Umwandlung eines CMYK-Files zurück in den Ausgangsfarbraum sRGB oder Adobe RGB ist zwar technisch machbar, die bereits bei der Farbseparation verlorenen Farben können bei der Rück-Konvertierung nicht mehr hinzu gerechnet werden.