Arbeitsfarbraum

Ein geräteunabhängiger => Farbraum für die Bearbeitung von => Bilddateien, die von => Bilderfassungsgeräten - ggfls. nach Umwandlung aus dem Rohformat [=> RAW] - herrühren. Diese Daten liegen als => Primärvalenzen R, G, B vor. Daher soll ein Arbeitsfarbraum grundsätzlich ein additives => Farbmodell benutzen, um verlustanfällige Farbraumkonvertierungen [=> Konvertierung] zu vermeiden. Es kann, je nach Verwendungszweck, unter unterschiedlichen Arbeitsfarbräumen gewählt werden, z.B.

=> Adobe RGB, => sRGB, => eciRGB.

Der Arbeitsfarbraum soll einerseits die Farbräume beteiligter => Ausgabegeräte einschließen*, andererseits darf er nicht zu groß sein, um => Tonwertabriss zu vermeiden.

In Bilddateien, die zur Weitergabe, z.B. an Druckdienstleister, bestimmt sind, sollte das Profil des Arbeitsfarbraums eingebettet sein, damit es nicht zu Farbverschiebungen durch unterschiedliche Arbeitsfarbräume kommt.

* Das => Gamut von Arbeitsfarbräumen kann teilweise außerhalb des Gamuts von => Anzeigegeräten liegen. Die dort liegenden Farben sind dann nicht sichtbar und für eine Bearbeitung unzugänglich. In der Praxis ist dies dann der Fall, wenn der Anwender beispielsweise seine Bilddaten aus Lightroom nach der RAW-entwicklung als ProPhoto-RG exportiert. Ein Display, das alle Farben des ProPhoto-Farbraums darstellen kann, gibt es es alledings nicht und ist auch nicht zu erwarten, dass Monitore einen solchen Farbraum darstellen. Sinnvoll ist es beispielsweise darauf zu achten, dass der Monitor etwa 96 % des Farbraums Adobe RGB darstellt um den Workflow auf den Farbraum AdobeRGB abzustimmen, das heißt im RAW-Konverteter als Exportfarbraum AdobeRGB zuz wählen und auch in der Bildbearbeitung, beispielsweise Photoshop, Adobe RGB einzustellen. Diese Voreinstellungen erfolgen in Photoshop im Menue "Bearbeiten/Farbeinstellungen/Arbeitsfarbräume".