Giclée-Druck

(Von franz. gicler: sprühen). Bezeichnung für ein in einem spezifischen, technisch aufwendigem digitalen Verfahren erzeugtes Bild bzw. für den dazu führenden Herstellungsprozess; besonders geeignet für eine künstlerisch anspruchsvolle, hochwertige Bildausgabe. Vermutlich erstmalig verwendet im Druckstudio von Graham Nash, der in Los Angeles in seinen Nash-Studios als einer der ersten Anfang der 90er Jahren einen Tintenstrahldrucker für die Produktion von Fotos und Reproduktionen einsetzte

Giclée-Druck erfordert besonders ausgerüstete => Drucker (z.B. der Fa. Iris Graphics/Scitex). Der Iris-Drucker arbeitet mit => frequenzmoduliertem Raster und kontinuierlichem Tintenfluß [=> Continuous-flow] mit kleinsten, unterschiedlichen Tropfengrößen.

Nach Einführung von => Pigmenttinte im Jahr 2000 wurde die Produktion der vergleichsweise weniger langzeitstabilen Iris-Spezialtinten eingestellt; das Giclée-Verfahren wird heute in der so beschriebenen Form nicht mehr benutzt, jedoch steht der Begriff Giclée für "Fineart-Printing".

Siehe auch: => Diavographie.